Die Sprache des Körpers verstehen

Abbildung zeigt einen typischen Hüft- und Knieschmerz

Unser Körper spricht zu uns.
Auch zu Ihnen.
Verstehen Sie die Sprache, gelingt es Ihnen leichter, sich von myofaszialen Schmerzen zu befreien.
Die Voraussetzung dafür ist, über gewisse Zusammenhänge informiert zu sein.
Welche Anzeichen signalisieren uns, dass am Bewegungsapparat etwas nicht in Ordnung ist?
Natürlich ist es die veränderte Wahrnehmung bei gewöhnlichen Bewegungen.
Es sind erhöhte Spannungen in der Muskulatur und Missempfindungen. Aber vor allem sind es Schmerzen.
Was will uns der Schmerz sagen?

Ein konkretes Beispiel:

Ein Schmerz entsteht auf der Außenseite Ihres Oberschenkels. Er kann sich im Bereich des Rollhügels (Trochanter major) manifestieren und sogar bis zum Knie ausstrahlen.
(Übersetzung: Etwas stimmt mit meiner Hüfte nicht.)

Plötzlich sind Sie gezwungen, langsamer zu gehen. Die Schritte kleiner zu machen und gelegentlich stehen zu bleiben.
(Übersetzung: Mein Bein und mein Knie sind betroffen.)

Sie bemerken es kaum, aber schon befindet sich Ihr Körper in einer Schonhaltung, mit leicht gebeugter Hüfte und leicht gebeugtem Knie.
(Übersetzung: Ich schütze mich, indem ich so gehe, dass kein Schmerz entsteht.)

Nachts fällt Ihnen das Liegen auf der betroffenen Seite schwer.
Der Druck durch die Matratze erzeugt Schmerzen.
Sie vermeiden es zunehmend.
(Übersetzung: Ich will kein Druck auf meiner Hüfte und auf meinem Bein. Es bereitet mir mehr Beschwerden.)

Morgens fällt Ihnen auf, dass Sie Schwierigkeiten haben sich aufzurichten und den Oberkörper zurückzuneigen.
(Übersetzung: Ich brauche mehr Zeit, um nach längeren Ruhephasen wieder aktiv zu werden.)

 

Diese Symptome ähneln stark denen einer Hüftgelenkarthrose.

Sie fürchten, operiert werden zu müssen.
All das führt zu einer weiteren Zuspitzung der Symptome.
Denn Ihr vegetatives Nervensystem ist aufgebracht und beruhigt sich nicht mehr.
Die Muskelspannung und die Symptome nehmen kontinuierlich zu.

 

Das ist vollkommen unnötig, denn die Ursachen für diese ersten Beschwerden befinden sich in den Weichteilen.

Durch Fehl- und Überlastungen haben sich bestimmte Muskeln verhärtet und verkürzt.
Die dazugehörenden Faszien verkleben zunehmend mit der Umgebung.
Der daraus resultierende Schmerz ist von einem echten Gelenkschmerz nicht zu unterscheiden. Unsere Tiefenwahrnehmung kann das nicht differenzieren.

 

Was ist zu tun?

Vor allem Ruhe bewahren.
Viele myofasziale Triggerpunkte in der Hüft- und Beckenmuskulatur sind in der Lage genau diese Symptome auszulösen.
Es ist nicht immer gleich das Hüftgelenk selbst, das primär für die oben genannten Beschwerden verantwortlich ist.
Muskelfasern und Faszien reagieren weitaus früher. Noch bevor ein Schaden an knöchernen Strukturen und Gelenken entsteht.
Und Muskelfasern und Faszien können effektiv behandelt werden.
Die Beschwerden können reduziert und beseitigt werden.

 

Voraussetzung ist, dass Sie wissen, wie das geht und welche Region für Ihre Beschwerden verantwortlich ist.

Werfen wir gemeinsam einen Blick auf den M. tensor fasciae latae.
Ist er von myofaszialen Triggerpunkten befallen, entsteht ein Schmerz, der sich von der Hüfte, über das Bein und bis zum Knie erstrecken kann.

Abbildung zeigt Schmerz im Bereich des Rollhügelsn

Triggerpunkte im M. tensor fasciae latae erzeugen sehr häufig einen Schmerz im Bereich des Rollhügels.

Die typischen Symptome, die myofasziale Triggerpunkte in diesem wichtigen Muskel auslösen können sind:

Das Gangbild verändert sich.
Der Betroffene ist gezwungen, langsam zu gehen.
Große Schritte fallen zunehmend schwer.
Das Liegen auf der betroffenen Seite kann schmerzhaft sein.
Muskelverkürzungen führen zu Schwierigkeiten, sich morgens aufzurichten.
Langfristig können Knieprobleme hinzukommen, wenn die myofaszialen Triggerpunkte nicht deaktiviert werden.

Abbildung zeigt Knieschmerz

In extremen Fällen kann sich der Schmerz bis ins Knie ausbreiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Selbstbehandlung des M. tensor fasciae latae ist einfach und erfordert wenig Zeit.

Nach einigen Behandlungen ist bereits eine deutliche Reduktion der Beschwerden möglich.
Einige Monate später sind die Beschwerden nur noch marginal vorhanden. Die Beweglichkeit nimmt kontinuierlich zu.
Die gefürchtete Hüftoperation rückt in weite Ferne.

Fazit:

Es lohnt sich, die Sprache des Körpers zu verstehen.
Es lohnt sich, genauer hinzuschauen und über die Zusammenhänge im Körper informiert zu sein.
Und es ist hilfreich, wenn man um myofasziale Triggerpunkte informiert ist und in der Lage ist, sie durch eine gezielte Selbstbehandlung zu deaktivieren.

In diesem Sinne
bleiben Sie interessiert.